Nach meiner Erfahrung werden in der Unternehmenspraxis Maßnahmen des Wissensmanagements häufig aus dem operativen Bedarf heraus, meist ohne ein übergeordnetes Rahmenkonzept eingeführt. Oft werden diese nicht einmal bewusst als Wissensmanagement-Maßnahme verstanden, wie z.B. die obligatorische Einrichtung einer Kaffeeküche (oder Raucherecke!). Nachteil dieser intuitiven Herangehensweise ist jedoch, dass einzelne Maßnahmen keinem übergeordneten Wissensmanagement-Ziel zugeordnet, und untereinander zudem wenig abgestimmt sind.
Im Bestreben, diesem Defizit entgegenzuwirken, und das Diskussionsfeld des Wissensmanagements zu systematisieren, haben zahlreiche Autoren Wissensmanagement-Modelle entwickelt, welche als Rahmenmodelle fungieren. Diese Modelle sollen das theoretische Verständnis erleichtern und bei der praktischen Umsetzung von Wissensmanagement unterstützen.
Im Rahmen meiner Diplomarbeit (Kapitel 2) habe ich mich intensiv mit dem bestehenden Dschungel an Modellen auseinandergesetzt, die Geläufigsten einer Kritik unterzogen, dabei eine Forschungslücke festgestellt – und in Folge dessen ein eigenes, simpel handhabbares Konzept für Wissensmanagement entwickelt: der IDEA-Ordnungsrahmen.

Der IDEA-Ordnungsrahmen (Abb.: Peter Geißler)