Paul Kruse

Workshop zur IDEA-Methode – Eine Auswertung

Paul Kruse / 27. Juni 2011 03:06

Inzwischen einer gewissen Tradition folgend fand am 08.06.2011 in Frankfurt/M ein Workshop-Abend unter der Schirmherrschaft des Fachmagazins wissensmanagement statt. Thema diesmal: Wissensarbeit im Enterprise 2.0 – Die IDEA-Methode zur Analyse und Strukturierung von Wissensprozessen.

Neben Stefan (und seinem Erfahrungsschatz aus der T-Systems MMS), Peter (als externer Doktorand und Vertreter von expeet|consulting) und Paul (als Doktorand und Forscher an der TU Dresden), die den Termin inhaltlich gestalten durften, haben sich gut 20 Teilnehmer unterschiedlicher Branchen und Hintergründe im Hotel Monopol am Frankfurter Hauptbahnhof eingefunden.

Unser Ziel war es, die Teilnehmer in gut 2 Stunden mit der IDEA-Methode vertraut zumachen. Kein leichtes Unterfangen! Allem voran fand eine klare Einordnung unseres Wissensmanagement-Verständnisses in die aktuelle Diskussion statt. Es wurde erörtert, warum sich nach dem anfänglichen Hype um Wissensmanagement mehrfach eine gewisse Ernüchterung eingestellt hat, wie heute Wissensmanagement im Enterprise 2.0 funktioniert und wo der Weg eventuell noch hingeht.

Im Zentrum des Vortrags stand anschließend das IDEA-Konzept. IDEA als Analyse-Rahmen zur Unterstützung der Wissensarbeit im Unternehmen und Hinweise darauf, warum sich das Konzept nahtlos in das Verständnis eines wissensorientierten Management einfügt, dienten den Teilnehmern als Grundlage für einen anschließenden Workshop. In knapp 20 Minuten waren die Anwesenden aufgefordert, sich gegenseitig zu interviewen. Dabei galt es, Fragen zu den vier IDEA-Momenten zu beantworten – einerseits, um die ‚Methode’ am eigenen Unternehmen (natürlich nur im kleinen Rahmen) zu erproben, aber auch um eine erste Bestandsaufnahme zu den Momenten anzufertigen und damit Stärken, Schwächen und konkrete Maßnahmen des hauseigenen Wissensmanagements systematisch herauszufiltern (die ausgefüllten Bögen durften die Teilnehmer mit nach Hause nehmen). Zur Abrundung der Veranstaltung folgte der Ergebnisdiskussion und einer gemeinsamen Auswertung der Workshopergebnisse ein kurzer Einblick in das TeamWeb der T-Systems MMS. Für die Teilnehmer nicht zuletzt dank Stefans blumiger Ausführungen ein runder Abschluss – kollektives Köpfe-Nicken. ;-)

Fazit: Alles in allem ein gelungener Abend mit positivem Feedback, einer konstruktiven Diskussion und für uns spannende Einblicke in die unternehmerische Praxis. Unsere Aufgabe ist es nun, die Interviewbögen der Teilnehmer auszuwerten und natürlich die geknüpften Kontakte auszubauen. Dazu sicher bald mehr…

Stefan Ehrlich

Wissenstagung Dresden 2011

Stefan Ehrlich / 4. Mai 2011 08:05

Am 25. und 26. Oktober 2011 findet in Dresden die Wissenstagung unter dem Motto “Wissen erfolgreich weitergeben” statt. Natürlich wollen wir auch hier inhaltlich mitgestalten und haben ein Abstract eingereicht…

Seit nunmehr über 20 Jahren zieht das Thema Wissen in der Organisationstheorie und -praxis eine wachsende Aufmerksamkeit auf sich. Wissensmanagement, als zentrale Tätigkeit zur Förderung eines bestmöglichen Umgangs mit diesem Wissen, blickt auf eine Geschichte voller Euphorie und Ernüchterung zurück. Unter besonderer Beobachtung stehen derzeit Web 2.0/Enterprise 2.0 und Social Software im Unternehmenseinsatz, die als neue Generation des Wissensmanagements in aller Munde sind.

Aufbauend auf den Erläuterungen zu einem kontemporären wissensorientierten Management-Verständnis und einer soziokulturellen Enterprise 2.0-Philosophie zielt der vorgeschlagene Beitrag darauf ab, mit der IDEA-Methode ein Konzept zur Optimierung von wissensintensiven Arbeitsprozessen vorzustellen. Damit beleuchtet der Beitrag den Konvergenzbereich zwischen Wissensmanagement und Enterprise 2.0 und beschreibt, wie Unternehmen eine effektive Analyse und Strukturierung der Wissensarbeit in Unternehmen vornehmen können. Das Akronym IDEA steht dabei für die Wissensmomente Interaktion, Dokumentation, Evolution und Adoption, welche Bestandteil eines systemischen Wissensmanagement-Konzepts sind und ganzheitliche Gestaltungskomponenten in den Bereichen Mensch, Organisation und Technik und darüber hinaus abbilden. Das Konzept IDEA wurde 2010 an der TU Dresden im Rahmen einer Forschungsgemeinschaft mit der T-Systems Multimedia Solutions GmbH entwickelt. Über Experten-Workshops, die in der Reihe WISSENnetworx platziert wurden, konnten die Ergebnisse in diesem Jahr verfeinert und mit den Erfahrungen von Praktikern abgeglichen werden. Im Ergebnis zielt der vorgeschlagene Beitrag darauf ab, die Potentiale des Einsatzes von Social Software zum Wissenstransfer im Unternehmen darzustellen und zeigt auf, wie die Optimierung der Wissensarbeit analytisch und strukturiert angegangen werden kann.

Wir, das sind:

  • Dipl.-Wirt.-Inf. Peter Geißler expeet|consulting
  • Dipl.-Wirt.-Ing. Dada Lin T-Systems MMS GmbH
  • Dipl.-Wirt.-Inf. Paul Kruse TU Dresden
  • Prof. Dr. Eric Schoop TU Dresden
  • Dipl.-Ing. f. Tech. Inform. Stefan Ehrlich T-Systems MMS GmbH

Also Daumendrücken ;o)

Dada Lin

IDEA – Ein Ordnungsrahmen für Wissensmanagement

Dada Lin / 22. August 2010 10:08

Nach meiner Erfahrung werden in der Unternehmenspraxis Maßnahmen des Wissensmanagements häufig aus dem operativen Bedarf heraus, meist ohne ein übergeordnetes Rahmenkonzept eingeführt. Oft werden diese nicht einmal bewusst als Wissensmanagement-Maßnahme verstanden, wie z.B. die obligatorische Einrichtung einer Kaffeeküche (oder Raucherecke!). Nachteil dieser intuitiven Herangehensweise ist jedoch, dass einzelne Maßnahmen keinem übergeordneten Wissensmanagement-Ziel zugeordnet, und untereinander zudem wenig abgestimmt sind.

Im Bestreben, diesem Defizit entgegenzuwirken, und das Diskussionsfeld des Wissensmanagements zu systematisieren, haben zahlreiche Autoren Wissensmanagement-Modelle entwickelt, welche als Rahmenmodelle fungieren. Diese Modelle sollen das theoretische Verständnis erleichtern und bei der praktischen Umsetzung von Wissensmanagement unterstützen.

Im Rahmen meiner Diplomarbeit (Kapitel 2) habe ich mich intensiv mit dem bestehenden Dschungel an Modellen auseinandergesetzt, die Geläufigsten einer Kritik unterzogen, dabei eine Forschungslücke festgestellt – und in Folge dessen ein eigenes, simpel handhabbares Konzept für Wissensmanagement entwickelt: der IDEA-Ordnungsrahmen.

Der IDEA-Ordnungsrahmen

Der IDEA-Ordnungsrahmen (Abb.: Peter Geißler)

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